logo      Herzlich Willkommen auf der Webseite der Arztpraxis Ilse Ziegler
Startseite
Allgemeinmedizin
Persönliches
Linkliste
Anfahrt
Gästebuch
 

Interdisziplinäre Therapie


Was ist sensorische Integration ?

Sensorisch heißt 

Die Sinne betreffend! Unsere Sinne sind die Organe oder Türen zur Aufnahme von Sinnesreizen. Ihre Fühler sind die Eingänge, durch die wir Informationen über unseren Körper und unsere Umwelt aufnehmen.

Wahrnehmung ist:

Der Transport dieser Information über die Nervenwege zum Gehirn.

Wahrnehmungsverarbeitung ist:

Die Bearbeitung dieser Information auf ihrem Nervenweg bis zur Hirnrinde.
    Dazu gehört:    - die Auswahl
                          -  die Verknüpfung mit anderen Informationen und  
                          -  die Einordnung und Deutung     

                                                                           des Gefühlten
                                                                           des Gerochenen
                                                                           des Geschmeckten
                                                                           des Getasteten
                                                                           des Gehörten und         
                                                                           des Gesehenen

Sensorische Integration ist:

Die Einsortierung und Deutung dieser Information im Gehirn, und die Verwertung für die Benutzung im täglichen Gebrauch. Es ist die Fähigkeit wichtige Botschaften zu erkennen und hieraus eine Reaktion, eine Antwort in Form von Bewegung zu planen, auszuführen, zu steuern und diese Antwort wieder zu spüren.

Zusammengefasst heißt das:

Sensorische Integration ist die bestmögliche Verarbeitung und Beantwortung von Sinnesreizen für die erwünschte Handlung.

Wie entwickelt sich die sensorische Integration ?

Sensorische Integration ist ein Teil der normalen Entwicklung. Sie entwickelt sich in einer bestimmten Reihenfolge und braucht immer Nervenreife und Sinnesangebote in jeder Entwicklungsstufe. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf und verbindet sich mit ihr. Die Reihenfolge bestimmt die Wichtigkeit. Je grundlegender das Sinnessystem ist, desto wichtiger ist seine Funktion. Alle Sinne müssen mit den anderen verbunden werden.

Zuerst muss der eigene Körper gefühlt , ausprobiert und erfahren werden, die Eigenwahrnehmung.

Dann wird mit dem Körper das Umfeld erfühlt, ausprobiert und erobert, die Fremdwahrnehmung.

Der  Baum ist ein Bild, das die Entwicklung der sensorischen Integration verdeutlichen kann.

Die Wurzeln zeigen die Eigenwahrnehmung, als lebenslang wichtige Grundlage. Sie gibt dem Baum Standfestigkeit. Beim Menschen ist die Eigenwahrnehmung Voraussetzung für die Integration der Umweltwahrnehmung. Damit ist sie die fundamentale Grundlage zur Bewältigung aller Anforderungen zur Selbsterhaltung.

Die Wurzeln in diesem Bild sind:

Haut, Innere Organe, Muskeln, Gelenke und Gleichgewichtsorgan.

Die Haut ist das größte und wichtigste Sinnesorgan. Sie hat eine Fläche von 1 - 2 qm. Sie hat die meisten Eigenfühler. Auf einem Quadratzentimeter Haut liegen etwa 245 Fühler. Damit gibt sie Information über Körperform und Körpergrenze. Gleichzeitig kann die Haut das Umfeld ertasten.

Die Muskeln und Gelenke geben mit den inneren Organen die Körperinnenwahrnehmung über Stellung und Bewegung des Körpers.

Der Gleichgewichtssinn verankert den Körper über die Schwerkraftempfindung mit dem Umgebungsraum. Durch ihre Verbindung und Vernetzung entsteht die Sicherheit beim Stehen und Gehen und in allen anderen Körperstellungen

Der Stamm zeigt die Fremdwahrnehmung, als Grundlage zur Umfeldorientierung.

Der Stamm in diesem Bild ist:

Nase, Zunge, Ohr, Hand und Auge.

Über riechen, schmecken, hören, tasten und sehen erobern wir unser Umfeld. Wir brauchen von allen Personen und Gegenständen Informationen aus allen Sinnesorganen. Nur dann können wir sie im Gehirn speichern und diese gespeicherten Informationen schnell und geordnet abrufen.

Die Äste zeigen die Fähigkeit, den Grad der sensorischen Integration. Bedeutungsgewinn, Denkfähigkeit und Kreativität.

Keine Information nützt uns ohne Bedeutung. Alles Bedeutungslose entzieht sich der Wahrnehmung. Nur Bedeutungsvolles bleibt im Gedächtnis. Alle im Gedächtnis abgespeicherten Erfahrungen können wir abrufen und vor uns ablaufen lassen. Denken ist die nachvollzogene oder neu kombinierte Handlung im Gedächtnis. Nicht Gehandeltes kann nicht gedacht werden. Alle Grunderfahrungen muss jeder Mensch selber machen.

Kreativität ist schöpferische Kraft, die als höchste Fähigkeit im Menschen wächst. Sie dient der Lösung von Aufgaben und Problemen bei der Selbsterhaltung, Selbstverwirklichung und der Selbstbestätigung.

Die Früchte kennzeichnen die Fertigkeit als Ergebnisse guter sensorischer Integration.

Die Früchte in diesem Bild sind:

Konzentration und Merkfähigkeit, Tonus- und Gleichgewichtsregulation, Körper- und Feinkoordination, Kraftdosierung und Feinmotorik, Wortverständnis und Sprache, Rhythmus und Musikalität, Lesen, Schreiben und Rechnen, Selbsteinschätzung und Selbstsicherheit.

Diese Früchte sind das Ergebnis von Wachstum und Reifung. Sie lassen sich nicht erzwingen. Ihre Reife wird durch Sinnes - Nahrung ermöglicht und durch Liebes - Sonne gefördert.